Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das eine sehr gute Wärmedämmung und dafür kein separates Heizungssystem besitzt. Es ist der Nachfolger des Niedrigenergiehauses. Das Ziel ist es, bei gleichzeitiger Minimierung der Wärmeverluste die passive Wärmegewinnung zu optimieren. Dazu hat das Passivhaus eine sehr gute Wärmedämmung und ist sehr umweltfreundlich.
Die Bundesrepublik Deutschland fördert in Folge des steigenden Umweltbewusstseins den Bau von Passivhäusern. Eine zinsgünstige Förderung für den Bau wird in ganz Deutschland angeboten. Für den Neubau eines Passivhauses werden zinsgünstige Darlehen mit Festzinssätzen und einer langen Dauer angeboten. Die ersten drei Jahre sind tilgungsfrei, der Kredithöchstbetrag beträgt 50 000 Euro. Außerdem gibt es in vielen Bundesländern zusätzlich regionale Förderprogramme. Ebenfalls gibt es ein Gebäudefinanzierungsprogramm, bei dem man von der Förderbank zusätzlich 1000 Euro erhalten kann.
Einen Umrüstung von konventionellen Gebäuden zu Passivhäusern wird ebenfalls unterstützt.
Die Förderung beginnt in der Regel bei den Beratungskosten, für die es einen Zuschuss gibt. Dieser hängt vom Gebäudetyp ab. Einen Anspruch auf eine geförderte Energiesparberatung haben alle Gebäude- und Wohnungseigentümer, wenn sich die Beratung auf das komplette Gebäude bezieht. Dies gilt ebenso für selbstständige Unternehmen.
Das Förderprogramm kommt für Gebäude infrage, die die folgenden Bedingungen erfüllen: sie müssen sich in Deutschland befinden, eine Baugenehmigung vor 1984 beziehungsweise 1989 (in den neuen Bundesländern) erteilt bekommen haben und mehr als die Hälfte der Gebäudefläche muss als Wohnraum genutzt werden.
Nachdem in einem schriftlichen Gutachten die Umrüstung erlaubt wurde, wird der Eigentümer vom Energieberater über die Förderung beraten. Fördermittel können wie bei einem Neubau angefordert und genutzt werden.
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