Fertigung von Golfbällen – eine Wissenschaft für sich

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Die Fertigung von Golfbällen ist eine Wissenschaft für sich, äußerst komplex und je nach gewünschtem Resultat grundverschieden. Es bedarf dazu dem entsprechenden Know-how in den Bereichen Chemie, Physik und vor allem Aerodynamik. Meist erfolgt die Produktion in mehreren Schritten, je nach Art das Balles.

Ein Golfball kann aus einem, zwei oder drei Teilen bestehen. Bei der herkömmliche Herstellungsmethode wird eine Schale aus Hartkunststoff mit einem Kern versehen, der ganz unterschiedlich in Art und Weise sein kann: z.B. ein Hartgummikern, Mehrschichtkern, Metallkern (auch Flüssigmetall) oder elastomerer Kern.

Anschließend bekommt der Ball beispielsweise im Spritzgussverfahren einen Überzug und wird mit seinen charakteristischen Vertiefungen, den sogenannten Dimples versehen. Die Dimples geben dem Golfball in Verbindung mit Rotation je nach Richtung Auftrieb oder Ablenkung zur Seite hin. Inzwischen gibt es hunderte verschiedene Dimple-Muster, entwickelt von den jeweiligen Golfball-Produzenten.

Die beim Spritzgussverfahren entstandenen Grate aus überschüssigem Gussmaterial entlang der Nahtlinie, müssen durch einen Schleifvorgang entfernt werden. Dieser Schleifprozess muss äußerst präzise ausgeführt werden, da ansonsten Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche des Golfballes entstehen, die sein Flugverhalten beeinflussen. Sogenannte nahtlose Golfbälle sollen dem Spieler mehr Kontrolle und dem Ball eine bessere Konstanz geben, da sie durch ein patentrechtlich geschütztes Verfahren nahtlos mit Dimples versehen sind.

Um den Ball fertig zu stellen, bekommt er nun noch einen Anstrich mit heller Farbe sowie einen Aufdruck mit seiner Typenbezeichnung. Des Weiteren wird ihm auch eine Nummer aufgedruckt, die als Unterscheidungsmerkmal dient, wenn Spieler Bälle gleichen Typs und gleicher Marke verwenden.

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