Standardausrüstung eines Notfallkoffers im Rettungsdienst

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Da die Rettungsdienste in Deutschland nicht einheitlich geführt und von verschiedenen Firmen ausgerüstet werden, gibt es auch keine einheitliche Standardausrüstungen für Notfallkoffer in deutschen Rettungsdiensten.

Zunehmend werden die unhandlichen und schweren Aluminiumkoffer gegen geländegängige Rettungsrucksäcke ausgetauscht.

Trotz uneinheitlicher Regelungen und fehlender Standards beinhalten Rettungskoffer bzw. -rucksäcke alle Gerätschaften zur Grundversorgung der meisten Notfallpatienten. Oft gibt es speziell ausgerüstete Koffer für seltenere Notfälle wie z.b. Notgeburten oder Kindernotfälle.

Zur Überwachung und Aufrechterhaltung der Herz-Kreislauf-Funktion und Atmung enthalten Rettungskoffer immer Blutdruckmanschetten in verschiedenen Größen, Blutzuckergeräte, Beatmungsbeutel und Materialien zu venösen Punktionen, wie z.b. Venenverweilkanülen in unterschiedlichen Größen, Pflastermaterial, Röhrchen zur Blutentnahme und verschiedene Infusionen mit dazugehörigen Infusionssystemen.

Laryngoskope und Endotrachealtuben für die Intubation gehören zur erweiterten Standardausrüstung ebenso wie eine Auswahl an Güdel-Tuben und Sauerstoffbrillen bzw. Masken.

Zu Versorgung verunfallter Patienten befindet sich eine größere Menge Verbandsmaterial inklusive Spezialverbänden für z.b. Brandwunden, Amputationsverletzungen oder Augenverletzungen im Notfallkoffer. Zusätzliche Schienen, Stiffnecks oder Vakuummatratzen werden aus Platzgründen nicht in den mobilen Koffern vorgehalten.

Absaugung, Defibrillator und Sauerstoffflasche sind ebenfalls fakultative Bestandteile der Notfallkoffer, oft werden jedoch leistungsstärkere Geräte mitgeführt, die größenbedingt nicht im Koffer transportiert werden können.

Eine größere Menge intravenös zu applizierender Medikamente zur Behandlung der am häufigsten auftretenden Notfälle ist hingegen in jedem Koffer Standardausrüstung und beinhaltet Schmerzmittel inklusive betäubungsmittelpflichtige Präparate, Narkosemittel, herz- und blutdruckstabilisierende Medikamente, Glukose, Antiemetika und Notfallmedikamente für Reanimationen.

Diverse Klein- und Zusatzmaterialien wie Tupfer, Pupillenleuchten, Einmalhandschuhe, Spritzen, Abwurfbehälter für Kanülen, Gurtschneider und ähnlichem variieren je nach Einsatzgebiet, Träger und Standards der verschiedenen Ausrüstungsfirmen und Rettungsdienste.

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