Auf die Frage hin, was ein Schwedenhaus ausmacht, wird man spontan die auffallenden Farben nennen oder, dass es Gemütlichkeit vermittelt und sich abhebt vom fast langweiligen Durchschnittsstil vieler Einfamilienhäuser. Außerdem erinnert es an Ferien in Schweden.
Das mag alles zutreffen, jedoch verbirgt sich mehr als das hinter den hübschen bunten Fassaden. Schwedenhäuser haben innen wie auch außen klare Formen, wirken schlicht und kompakt und haben einen traditionellen Stil. Sie erwecken trotz einer gewissen Rustikalität eine bestimmte Art der Leichtigkeit. Der Eingangbereich wird meist überdacht und dient als Veranda und man kann von hier aus direkt in den Wohnbereich einsehen. Dieser Gesamteindruck vermittelt sofort Offenheit und Freundlichkeit, der durch die Verarbeitung von hellen Farben, Holzvertäfelungen und Sprossenfenstern hervorgehoben wird. Es gibt kaum eine Ecke in einem Schwedenhaus, die nicht lichtdurchflutet ist.
Die Holzrahmenkonstruktionen und weitere Einzelteile können vorgefertigt werden. Daher hat ein Schwedenhaus eine verhältnismäßig kurze Bauzeit und Holz trägt zum Wohlfühlklima im Haus bei. Übrigens Klima: unsere schwedischen Nachbarn haben durch die langen, sehr kalten Winter viel Erfahrung, hinsichtlich Wärmedämmung und effizientem Energiesparen sammeln können, die in einem Schwedenhaus angewendet wird. Abgesehen von zusätzlich verwendeten Dämmmaterialien, sperrt Holz die Kälte aus und vermeidet Kältebrücken, weil es selbst mitdämmt. Eine entsprechende Heizung und ein Kamin sorgen für Behaglichkeit.
Da schwedische Bäume auf Grund des härteren Klimas länger brauchen, bis sie geschlagen werden können, verdichtet sich das Holz stärker. Das bewirkt eine größere Haltbarkeit und bei entsprechender Pflege werden, wie zahlreiche Beispiele in Schweden zeigen, die Häuser sehr alt.

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